Zum ersten Heimspiel seit der Heimniederlage gegen die SG OSF Berlin kam es für die Männer aus Werder zu einem echten Knaller. Im Brandenburg-Derby trafen die Tabellenführer der RLOS auf den Ludwigsfelder HC, die zuletzt im Halbfinale des Pokals knapp geschlagen werden konnten. Trotz der eher enttäuschenden Ligaplatzierung der Gäste war diese Partie im Vorfeld völlig offen, und beide Teams wollten das Spiel unbedingt gewinnen.
Emotional startete die Partie direkt auf allerhöchstem Niveau. Beide Mannschaften schenkten sich keinen Meter, spielten sich nur schwer Torchancen heraus, die in den Anfangsminuten jedoch nicht im Tor untergebracht werden konnten. So fiel erst nach zwei Minuten der erste Treffer der Partie, womit der Startpunkt für eine spektakuläre Halbzeit endgültig gesetzt wurde.
Nach fünf weiteren ausgeglichenen Minuten startete Werder den ersten Lauf seinerseits, welcher sie zu einer 7:3 Führung brachte. Grundstein hierfür war eine kämpferisch überragende Abwehr mit einem gut aufgeigten Tom Göres zwischen den Pfosten, was im Zusammenspiel immer wieder für schnelle Gegenstoßtore sorgte.
Ludwigsfelde konnte diesen Lauf zwar kurzzeitig unterbrechen, doch auch ein Team-Time-Out brachte im Anschluss keine Besserung. Die Abwehr der Gastgeber ließ kaum etwas zu, kam immer wieder in den Gegenstoß, und auch der Positionsangriff war sehr erfolgreich. Somit gelang es Werder in Person von Aushilfs-Spielertrainer Dominik Nehls, bereits nach 24 Minuten das erste mal mit zehn Toren Abstand zu führen.
Nehls war es auch, der mit der Schlusssirene den Halbzeitstand von 21:11 vom Strich erzielte. Das diese nahezu perfekte Leistung nicht bis zum Ende halten würde, war klar. Das Ludwigsfelde es allerdings schaffte, den Rückstand nach der Pause schnell auf drei Tore zu verkürzen und zehn Minuten vor Schluss sogar die Chance hat, auf drei Tore ranzukommen, zeigt zum Einen die Qualität der Gäste, und verlangt zum Anderen auch großen Respekt ab.
Trotz der kurzzeitigen Spannung legten die Tabellenführer am Ende nochmal eine Schippe drauf und gewannen am Ende noch souverän und hochverdient mit 34:27.
Ein großer Dank geht raus an die Fans, die es geschafft haben, das Team nahe an das Maximum zu pushen und auch in der schlechten Phase in der zweiten Hälfte immer zum Team gehalten haben. Dieser Support ist bereits nächste Woche wieder gefragt, wenn es erneut zu einem Heimspiel kommt, diesmal gegen den SV Warnemünde. Kommt also auch dort vorbei und unterstützt das Team.
Für Werder spielten: Göres, T.; Pfefferkorn, M.; Schüler, L.; Pack, A. (0 Tore); Schwab, F. (1); Zwanzig, J. (5); Hülle, L. (3); Nehls, D. (4); Bundschuh, J. (3); Boede, J. (2); Knecht, C. (3); Junghanns, O.D. (5); Reineck, P. (1); Heinold, M. (1); Darius, S. (1); Hesselmann, J. (4)















