Für die Männer des HV GW Werder ging es nach der Winterpause zum Final Four des HVB-Pokals nach Oranienburg. Nachdem der Titel im letzten Jahr auf dramatische Art und Weise verpasst wurde, sollte der Pokal in diesem Jahr an die Havel kommen.
Anders als im vergangenen Jahr hatte es das Halbfinale bereits voll in sich. In der Neuauflage des letztjährigen Endspiels traf man auf den Ludwigsfelder HC, der den Wettbewerb dreimal in Folge gewann. Wie immer gegen den LHC war es ein hochemotionales Spiel, in dem das Team aus dem Mittelfeld der Liga nach 52 Minuten mit vier Toren führte, was vor allem an der Chancenverwertung auf beiden Seiten lag. Im Anschluss lieferten die Werderaner eine unglaubliche Kraftleistung ab, die dafür sorgte, dass Philipp Reineck zwei Sekunden vor Schluss sogar den Siegtreffer für die Grün-weißen erzielte, der gleichbedeutend war mit dem Finaleinzug. Dieser Kraftakt und die kürzere Regeneration zeigte sich allerdings von Beginn an im Finale gegen den LHC Cottbus. Im Duell der Topmannschaften der Liga klappte bei den Tabellenführern zu Beginn gar nichts und die Lausitzer führten schnell mit 5:0. Diesen Vorsprung bauten sie bis zur Halbzeit sogar auf sechs Tore aus, obwohl Werder wieder besser ins Spiel fand. Sechs Tore in eine Finale aufholen - das hatten die Blütenstädter bereits vor einem Jahr geschafft, ehe das Spiel sehr unglücklich nach Verlängerung verloren ging. Doch diese Moral hatten sie heute auch an Bord und es dauerte keine zehn Minuten, ehe Werder das Spiel sogar zu ihren Gunsten drehte. Nun war wieder alles drin und bis zur 50. Minute waren die Teams auf Augenhöhe. Dann machte sich allerdings die fehlende Kraft bemerkbar, die keine 24 Stunden für eine ähnliche Aufholjagd aufgebraucht wurde. Cottbus nutzte jeden der nun gehäuften Fehler der Werderaner eiskalt aus und gewann das Spiel schlussendlich sogar noch sehr deutlich.
Die Mannschaft aus Werder gratuliert dem LHC Cottbus, sowie der eigenen Frauenmannschaft ganz herzlich zum Gewinn des HVB-Pokals. Ein sehr großes Dankeschön sendet der Verein an alle Fans, die in der MBS-Arena für eine Heimspielatmosphäre sorgten, ohne die diese beiden Comebacks nicht möglich gewesen wären. Diese Stimmung wird weiterhin auch in der Liga gebracht, wo es nächsten Samstag mit der Rückrunde losgeht. Kommt dort vorbei, wenn es zu Hause gegen die SG Uni Greifswald Loitz um die ersten Punkte des Jahres geht.




















