3. Liga – 80 Tore und ein bitteres Ende an der Ostsee (31.10.26)

HV Grün-Weiß Werder unterliegt dem Stralsunder HV mit 39:41 – starke Aufholjagd bleibt unbelohnt

Ein wahres Offensiv-Spektakel bekamen die Zuschauer am Samstagabend in Stralsund zu sehen. Insgesamt 80 Treffer fielen in der Begegnung zwischen dem Stralsunder HV und dem HV Grün-Weiß Werder. Am Ende hatten die Gastgeber mit 41:39 knapp die Nase vorn. Für die Grün-Weißen bleibt damit trotz einer starken Schlussphase erneut die Erkenntnis, dass eine gute Leistung über einen längeren Zeitraum nötig ist, um in der 3. Liga Punkte mitzunehmen.

Offensivprobleme und Umstellung im ersten Durchgang

Die Werderaner fanden zunächst nur schwer in ihren Angriffsrhythmus. Nach 15 Minuten lagen die Grün-Weißen bereits mit 6:10 zurück. Gegen die Stralsunder Defensive taten sich die Havelotter im klassischen Sechs-gegen-sechs zunehmend schwer. Trainer Max Ziegler reagierte und stellte auf das Spiel mit sieben Feldspielern um. Diese taktische Veränderung brachte etwas mehr Schwung in den Angriff und half Werder, den Anschluss zu halten. Dennoch gelang es den Gastgebern, ihren Vorsprung bis zur Pause zu verteidigen. Mit einem Spielstand von 20:17 ging es in die Kabinen.

Stralsund zieht davon – Werder kämpft sich zurück

Der Start in die zweite Hälfte verlief aus Werderaner Sicht katastrophal. Stralsund kam überragend aus der Kabine und legte innerhalb von nur drei Minuten einen 5:0-Lauf hin. Damit wuchs der Rückstand der Grün-Weißen deutlich an. Auch in der Folge fanden die Werderaner zunächst kein Mittel, um den Abstand entscheidend zu verkürzen. In der 45. Minute lag man beim Stand von 34:27 weiterhin mit sieben Toren zurück.

Doch die Havelotter gaben sich nicht auf. Rund zwölf bis dreizehn Minuten vor dem Ende steigerte sich die Mannschaft noch einmal deutlich und startete eine beeindruckende Aufholjagd. Tor um Tor kämpften sich die Grün-Weißen zurück in die Partie und kamen schließlich wieder bis auf zwei Treffer heran. Plötzlich war die Begegnung wieder offen und ein Comeback durchaus in Reichweite. Mit etwas mehr Glück und Konsequenz hätte Werder diese Aufholjagd sogar noch belohnen können. Am Ende reichte die verbleibende Zeit jedoch nicht mehr aus, um das Spiel komplett zu drehen. Stralsund brachte den Vorsprung über die Zeit und gewann mit 41:39.

Auf der Schlussphase lässt sich aufbauen

Trotz der Niederlage kann Werder vor allem die letzten 15 bis 20 Minuten positiv mitnehmen. Die Mannschaft bewies erneut Moral und den Willen, auch bei einem deutlichen Rückstand bis zum Schluss um jeden Ball zu kämpfen. Trainer Max Ziegler sieht in dieser Phase eine Grundlage für die kommenden Aufgaben. Gleichzeitig ist klar: „Eine gute Viertelstunde reicht in dieser starken Liga nicht aus, um regelmäßig Punkte mitzunehmen. Entscheidend wird sein, die Intensität und Konsequenz aus der Schlussphase über einen deutlich längeren Zeitraum auf die Platte zu bringen.

Die nächste Gelegenheit dazu lässt nicht lange auf sich warten. Bereits am kommenden Wochenende steht für die 1. Männer das nächste Heimspiel an. Dann empfängt Werder die zweite Mannschaft des Handballclubs Hamburg. Vor heimischer Kulisse wollen die Grün-Weißen an die starke Schlussphase aus Stralsund anknüpfen und sich endlich wieder mit Punkten belohnen.Am Samstag den 07.11 geht es in der Häckel-Hölle um 19:30 Uhr los.

Zuvor spielen schon unsere Frauen um 16:00 Uhr gegen gegen den SV Lokomotive Rangsdorf.

Auch dort seid ihr herzlich eingeladen mit anzufeuern.

Weiter geht’s – gemeinsam für Werder!