HV Grün-Weiß Werder hat sich in der Regionalliga Ostsee-Spree einen
hart erkämpften 26:25-Auswärtssieg beim SV Warnemünde gesichert. Nach
einer verschlafenen ersten Halbzeit bewies das Team Moral, steigerte
sich deutlich nach der Pause und belohnte sich am Ende mit zwei
wichtigen Punkten.
Die Voraussetzungen vor der Partie waren alles andere als optimal. Eine
schwierige Trainingswoche, geprägt von einer Krankheitswelle, machte
eine strukturierte Vorbereitung kaum möglich. Ohne dies als Ausrede
nutzen zu wollen, war von Beginn an spürbar, dass Werder nur schwer ins
Spiel fand. In der Anfangsphase fehlte es an Konsequenz – sowohl im
Angriff als auch in der Abwehr. Technische Fehler, ungenutzte Chancen
und fehlende Abstimmung ermöglichten es Warnemünde, sich bis zur
Halbzeit eine 14:11-Führung zu erspielen.
In der Kabinenansprache stellte der Trainer zur Pause eine klare
Einstellungsfrage – und genau diese Antwort lieferte die Mannschaft im
zweiten Durchgang. Werder agierte nun deutlich konzentrierter, nutzte
die Angriffe besser und zeigte in der Defensive mehr Zugriff. Auch die
Torhüterin steigerte sich spürbar und gab dem Team den nötigen
Rückhalt.
Mit zunehmender Spielzeit kippte die Partie. Werder blieb geduldig,
bewahrte in der engen Schlussphase einen kühlen Kopf und drehte das
Spiel trotz eines starken Auftritts der Gastgeberinnen noch zu seinen
Gunsten. Der entscheidende Treffer zum 25:26 fiel kurz vor Schluss und
machte den Auswärtssieg perfekt.
Fazit: Kein Glanz, aber ganz viel Charakter. Werder verschläft die
erste Halbzeit, findet über Einstellung, Kampf und Zusammenhalt zurück
ins Spiel und dreht die Partie verdient in der zweiten Hälfte.
Für die F1 spielten: C. Santer, E. Schütt – E. Fechner (1), J.
Nehls (5), G. Herholc (2/2), J. Kühne, J. Müller (6), A. Zillmer (1),
L. Spieckermann (1), L. Plath (6/1), K. Haagen (4)
Nun geht es für HV Grün-Weiß Werder zunächst in die Winterpause,
bevor am 14.02. der nächste Kracher ansteht. Um 17:00 Uhr kommt es in
der heimischen Halle im Ernst-Haeckel-Gymnasium zum Topspiel gegen SV
Fortuna ‘50 Neubrandenburg, in dem um die Tabellenführung gekämpft
wird. Dafür braucht Werder jede Unterstützung von den Rängen.
