1. Männer ROS – Alles zu gewinnen – Kaum etwas zu verlieren (28.03.26)

Am 28.03. war es endlich soweit. Im Spiel der Spiele dieser RLOS-Saison empfing der Tabellenzweite aus Cottbus den Tabellenführer aus Werder zum absoluten Topspiel. Das Hinspiel ging knapp an die Blütenstädter, während die Lausitzer das Endspiel um den HVB-Pokal für sich entscheiden konnten. Sollten die Werderaner dieses Spiel gewinnen, würden Sie in Cottbus schon vorzeitig die Meisterschaft klarmachen, während die Cottbusser einen Sieg brauchen, um noch eine Chance auf eben jenen Titel zu haben.
Alles Aspekte, die für einen absoluten Krimi sprechen.

Und genauso kam es. Von Beginn an zeigten beide Mannschaften den über 2000 Zuschauern in der ausverkauften Lausitz-Arena das mit Abstand beste Spiel, das diese Liga zu bieten hat. Vor einer unglaublichen Kulisse schenkten sich beide Mannschaften nichts und das Tempo war auf beiden Seiten enorm hoch. So stand es nach nach gerade einmal acht Minuten 6:7 und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Erst dank eines überragenden Torhüters und besserer Chancenverwertung konnte sich der LHC nach 25 Minuten durch einen 3:0-Lauf auf drei Tore absetzen. Werder fing sich nun wieder, allerdings konnten sie den Rückstand nicht verkürzen, wodurch beide Mannschaften mit einem 15:18 in die Kabinen gingen. Nach der Halbzeit begann nun die wohl schwächste Phase der Werderaner. Wenig Ideen im Angriff, schlechte Würfe und wenig Zugriff in der Abwehr sorgten dafür, dass die Cottbusser nach nicht einmal zehn Minuten mit sechs Toren in front gingen. Durch die enorme individuelle Qualität der Gastgeber blieb es auch erst einmal bei dieser Differenz, ehe Werder dank eines 5:2-Laufs wieder näher rankamen. In den Schlusssequenzen hatte Werder sogar die Chance, auf ein Tor heranzukommen, allerdings wurde diese Chance ausgelassen. Mit der Schlusssirene erzielte der Cottbusser Kuno Schauer das Tor zum 34:31-Endstand, womit die Lausitzer nicht nur dieses Spiel, sondern auch den direkten Vergleich gewonnen haben. Trotzdem hat die Mannschaft um Kapitän Stefan Darius die Meisterschaft noch voll und ganz in der eigenen Hand, braucht sie aus den letzten vier Spielen fünf Punkte, um den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen.

Zu guter letzt wünscht die gesamte Mannschaft Maxim Heinold, der sich in der zweiten Hälfte sehr stark verletzt hat, eine gute Besserung. Glückwünsche gehen außerdem raus an die erste Frauenmannschaft aus Werder, die einen Tag später in Neukölln die Meisterschaft klarmachen konnte!

Ein riesiger Dank geht raus an alle Fans, die das Team im Bus, in der Halle oder vor den Bildschirmen begleitet und unterstützt haben. Jeder in der Halle hatte einen Anteil an diesem Handball-Spektakel, welches es in dieser Liga nur sehr selten gibt. Nun hat die Mannschaft erstmal zwei Wochen frei, ehe es im Saisonendspurt um die Titelverteidigung geht. Der erste Schritt soll am 18.04. in Greifswald gegangen werden, wenn es zum HC aus Vorpommern geht. Kommt auch dort vorbei und holt die letzten Prozente aus der Mannschaft heraus.

Für Werder spielten: Göres, T.; Pfefferkorn, M.; Schüler, L.;-
Pack, A. (0 Tore); Cossack, L. (0); Arlt, K. (1); Zwanzig, J. (4); Hülle, L. (2); Nehls, D. (2); Bundschuh, J. (7); Knecht, C. (5); Junghanns, O.D. (1); Reineck, P.(2); Heinold, M.(0); Darius, S. (1); Hesselmann, J. (6)