Nur acht fitte Feldspieler, kompletter Ausfall der etatmäßigen Rückraumreihe, gewohnt schwerer Gegner in fremder Halle. Das waren die auf den ersten Blick sehr schlechten Vorzeichen, mit denen der Tabellenführer HV GW Werder zur TSG Lübbenau fuhr, die den Blütenstädtern letzte Saison zwei sehr schwere Spiele aufzwangen. Im Duell dreizehnter gegen erster mussten demnach andere Verantwortung tragen, um die eng besetzte Bank zu kompensieren.
Die Anfangsphase verlief erwartet ausgeglichen und bis zum 6:7 nach acht Minuten konnte sich kein Team absetzen. Dann bekam die trotz der Ausfälle stabile Abwehr der Gäste mehr Zugriff und konnte sich mit sehr konsequentem Tempospiel belohnen, was zu einem 8:16 nach 21 Minuten führte, und die Gastgeber zur bereits zweiten Auszeit zwang. Maßgeblichen Anteil daran hatte der überragende Philipp Reineck, der in Halbzeit eins alleine neun Tore erzielte und an fast allen anderen direkt beteiligt war. Die Auszeit der Südbrandenburger fruchtete allerdings einigermaßen, weshalb der Halbzeitstand von 13:18 noch einigermaßen freundlich aussah. In den zweiten Durchgang starteten die Gäste trotz dezimierten Kaders sehr stark und bauten die Führung durch einen 1:6-Lauf auf 18:28 aus, was für viele die Vorentscheidung war. Nun konnte Werder die Kräfte etwas verteilen, nötige Pausen geben und die Führung trotzdem halten, weshalb am Ende ein sehr souveräner 31:38 Erfolg auf der Anzeigetafel stand, welcher erneut die starke breite des Kaders zeigt.
Ein großer Dank geht an die mitgereisten Fans, die mehr als nun einen ausgefallenen Spieler ausgeglichen haben. Das wird auch nächste Woche gefordert sein, wenn es im letzten Heimspiel des Jahres gegen Blau-Weiß 90 aus Berlin geht. Kommt auch dort vorbei und feiert rutscht gemeinsam mit dem Team aus diesem überragenden Jahr heraus.
Für Werder spielten: Göres, T.; Schüler, L.;-
Pack, A. (2 Tore); Wiesner, A. (0); Hülle, L. (4); Boede, J. (1); Knecht, C. ();
Junghanns, O.D. (7); Reineck, P.(13); Heinold, M.(3); Darius, S. (3); Hesselmann, J. (5)
